DIE VAIHINGER FERDINAND-STEINBEIS-REALSCHULE HAT JETZT AUCH OFFIZIELL WIEDER EINE REKTORIN

 

Die Einsetzung von Claudia Süß-Räuchle als Schulleiterin an der Vaihinger Ferdinand-Steinbeis-Realschule wird am Freitag mit einem bunten Programm gefeiert.

 

Sie ist die Kapitänin, seit der Einsetzungsfeier am Freitag auch mit Kapitänsmütze, sie hat das Ruder in der Hand und agiert mit Humor und starken Nerven. Das alles war bei der Feier im Foyer der Vaihinger Ferdinand-Steinbeis-Realschule über Claudia Süß-Räuchle zu erfahren. Die gebürtige Ludwigsburgerin, die am Samstag ihren 61. Geburtstag feiert und in Ludwigsburg Englisch, Französisch und Deutsch auf Lehramt für Realschule studiert hat, ist seit 26 Jahren an der Vaihinger Realschule und jetzt offiziell deren Rektorin.

Zum Auftakt der Feier wurde ihr vom Schulteam bescheinigt, dass sie die Segel gehisst habe und man überzeugt sei, dass „unsere Schulleiterin die FSR sicher durch alle Gewässer navigiert“. Schulamtsdirektorin Denise Schwarzwälder-Kienzle machte Süß-Räuchle Mut. Diese wird nämlich nach ihren Jahren als Konrektorin und kommissarische Schulleiterin nun mit ihrer Berufung zur Schulleiterin noch einmal zwei Jahre Beamtin auf Probe. „Das kriegen wir hin, da habe ich keine Bedenken“, sagte die Schulamtsdirektorin. Schon in ihrer Probezeitbeurteilung vor 25 Jahren sei gestanden, Claudia Süß-Räuchle sei fröhlich optimistisch und erfrischend positiv. Das treffe auch heute noch den Nagel auf den Kopf. Oberbürgermeister Uwe Skrzypek-Muth bescheinigte der neuen Rektorin, in Zeiten des Worst-Case-Szenarios der Führungslosigkeit, ohne Schulleitung und Konrektor, habe sie zugepackt und sehr verantwortungsvoll und gelassen gehandelt. „Was für ’ne tolle Frau“, meinte der OB, quittiert vom Applaus der Festgesellschaft. Sie strahle eine natürlich Autorität aus.

Für die Vaihinger Schulen und Schulleiter-Kolleginnen und -Kollegen brachte Geschäftsführender Schulleiter und Nachbarschulleiter Tilman Griesinger die fiktive Figur Elastigirl ins Spiel. Wie die neue Rektorin habe diese Anpassungsfähigkeit und bisweilen einen langen Atem. Führungsstärke und Verantwortungsbewusstsein, das habe Süß-Räuchle, ebenso Gelassenheit und Selbstbewusstsein.

„Was lange währt, wird endlich gut“, fasste der Elternbeiratsvorsitzende Jens Rentschler die Gemütslage zusammen. Auf die Eltern habe Süß-Räuchle in ihren Funktionen immer einen souveränen Eindruck gemacht. Schülersprecher Yousef Abdelghany blieb bei dem Gleichnis mit dem Schiff, damit dieses sicher Kurs halte brauche es Menschen, die Verantwortung übernehmen. Er sei überzeugt, „dass unsere Schule bei Ihnen in guten Händen ist“ und überreichte die Kapitänsmütze.

Schüler feierten ihre neue Rektorin mit Tanz und Gesang und die Schülerinnen aus ihrer Klasse hatten Prüfungen für die Schulleiterin vorbereitet. Sie sei ein Organisationstalent, mit Humor und starken Nerven. Es gab einen ökumenischen Segen zur Amtseinsetzung und schließlich mit Tochter Ann-Kathrin Räuchle eine Überraschungsrednerin. „Meine Mama hat sich schon immer gerne gekümmert“, sagte sie unter anderem und räumte ein: „Und ja, ich bin Lehrerin geworden.“

Claudia Süß-Räuchle parierte die „Androhung“ Tilman Griesingers, dass er bei Abschieden singe, mit der Aussage, dass sie vorhabe, noch ein paar Jahre zu bleiben. „Ich bin mit Leib und Seele Lehrerin“, sagte sie, dankte unter anderem dem Schulteam, den Sekretärinnen, den Schulleiter-Kollegen, „Denise“ vom Schulamt und vor allem den wichtigsten Personen: ihren Schülerinnen und Schülern.

Quelle: Vaihinger Kreiszeitung vom 27.Juni 2026